Stadtpersönlichkeiten aus Gunzenhausen

Andreas Osiander

Andreas Osiander, geboren am 19. Dezember 1498 in Gunzenhausen, war ein großer Theologe und Reformator.

Nach seinem Theologiestudium in Ingolstadt wurde er 1520 in Eichstätt zum Priester geweiht. Danach wirkte er als Hebräischlehrer am Augustinerkloster zu Nürnberg, wo er mit Luthers Lehre in Berührung kam. Aufgrund seiner reformatorischen Gesinnung wurde er 1522 als Prediger an die Nürnberger Lorenzkirche berufen.

Osianders Einsatz für Durchführung des Abendmahls in beiderlei Form, die Ausarbeitung der Leitartikel zum Nürnberger Religionsgespräch – die Grundlage zur Einführung der Reformation in der Reichsstadt – und die Beteiligung am Aufbau einer evangelischen Kirchenordnung waren ausschlaggebend für seine herausragende Stellung als Reformator. Als der Rat entschied, eine dem kaiserlichen „Augsburger Interim“ entsprechende Gottesdienstordnung einzuführen, folgte Andreas Osiander 1548 einem Ruf Herzog Albrechts von Preußen als Professor der theologischen Fakultät nach Königsberg. Dort sind seine letzten Lebensjahre geprägt von zahlreichen theologischen Auseinandersetzungen, die als „Osiandrischer Streit“ in der Geschichte bekannt wurden. Andreas Osiander starb am 17. Oktober 1552 in Königsberg.


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